AnIannas Blog

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Für Euch liebe Leser,

schreibe ich meine Geschichten. Ich möchte, dass ihr Anteil habt an meiner Arbeit. Und deshalb treffe ich euch an diesem virtuellen Ort und berichte hier über alles was es an Neuigkeiten zu vermelden gibt oder plaudere mit euch bei einer Tasse herrlich duftenden Kaffees. Traut euch, nehmt teil und greift selbst zur Tastatur....



Vielfältige Messe-Impressionen

AutorenlebenPosted by anianna Fri, October 11, 2013 11:56:48
Die Buchmesse ist für mich dieses Jahr vor allem eines: bunt gemischt. Noch nie habe ich in so kurzer Zeit so viele Kontakte zu so unterschiedlichen Menschen gehabt.
Teilweise lag dies daran, dass ich mit dem Mikro für unseren Podcast "Im Schreibcafé" einige Stimmen eingefangen habe, aber vor allem jedoch an Zufallsbegegnungen bei denen das Mikro mit Absicht aus blieb.

Ich genieße ja Gespräche mit Menschen, die aus einem völlig anderen Umfeld stammen und dadurch oft auch eine völlig andere Ansicht als ich vertreten. Während viele Menschen gerne in Gesprächen um die Bestätigung ihrer eigenen Ansichten, als der allein vernünftigen kämpfen,liebe ich dagegen die Vielfältigkeit, die für mich die Schönheit des Lebens ausmacht.

Und Vielfalt wird mir hier auf der Messe auf jeden Fall geboten. Ein starker Motor der Buchmesse und der Literaturszene sind sicherlich die großen Medienkonzerne, denen oftmals, nicht ganz zu Unrecht, vorgeworfen wird, dass sie die Vielfalt bedrohen.
Andererseits wird meiner Meinung nach übersehen, dass große Verlagshäuser zwar starken Markteinfluss haben, aber vor allem gewinnorientiert handeln und somit eben das verlegen was sich gut verkaufen lässt. Somit liegt die Macht, wie so oft, beim Kunden. Und auf diesen ausgerichtet muss jeder handeln der handelt, auch der kleine Verleger, der Überzeugungstäter ist und die Titel herauszubringen versucht, die er mag. Dieser ist sich deutlich dessen bewußt, dass er sich immer nur wenige Flops weit von der Insolvenz entfernt bewegt, was einen Verleger zum Geständnis mir gegenüber verleitete, dass er manches gute Manuskript auch erst dann verlegen kann, wenn der künftige Autor bereits Verkaufstalent sowie ein großes kaufwilliges Umfeld mitbringt, also Vorbestellungen vorliegen, und bewegt sich damit am Rande des Druckkostenzuschussesverlags. Wer jedoch weiss wie teuer kleine Auflagen sind, vor allem wenn sie liebevoll und aufwendig gestaltet sind, und wie schwer es für kleine Verlage ist einen Buchtitel in einen Buchladen zu bringen, wird sich schwer tun dieses Verhalten ernstlich zu verteufeln.

Und wenn ich schon von Teufeleien berichte, dann landen wir ganz schnell beim Thema eBooks, welches viele klassische Buchhändler inbrünstig verwünschen, gerne übersehend, dass eBooks die Vielfalt des Marktes auch in Zukunft sicherstellen werden.

Ich möchte mich an dieser Stelle herzlich bei allen bedanken, die mir einige Minuten ihrer Zeit schenkten um mit mir zu sprechen und für heute mit etwas enden, das mir mehrfach ans Herz gelegt wurde:
Gib niemals auf, meide Menschen die dich herunterziehen und bremsen, sondern zieh dein Ding durch - komme was wolle.

Das werde ich tun und Ihr hoffentlich ebenfalls :)

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