AnIannas Blog

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Träume vs. Realität

Plauderecke mit KaffeePosted by anianna Sat, September 07, 2013 12:26:40
Die meisten Menschen lieben es zu träumen und sich schönen Vorstellungen hinzugeben. Ich auch. Die menschliche Fantasie ist so reich, bunt und vielfältig und gerade Bücherschreiber leben davon immer neue Geschichten zu erfinden.

Das schöne an der Vorstellung ist, dass sie nicht real ist. Solange wir darüber nachdenken wie toll eine neue Beziehung, ein neuer Job, der Traumurlaub oder der Sportwagen sind, ist alles wundervoll. In unserer Vorstellung sind wir Gott und können festlegen was wir uns wünschen und was nicht. Im realen Leben entspricht nichts und niemand dieser Idee. Kein Auto, Urlaub, Haus, Mann, Job werden jemals genau unserer Vorstellung entsprechen. Sie alle werden in der realen Welt ihre Macken, Fehler und Unzulänglichkeiten haben. Sobald man das echte Abenteuer wagt seine Vorstellungen auch real umzusetzen, treten Abweichungen vom (vermeintlich) perfekten inneren Wunschbild auf.

Wir reagieren dann enttäuscht und geben gerne anderen die Schuld daran. Aber wir sind es, die uns selbst täuschen, weil wir denken wir seien ein Regisseur und die anderen müssten unserem inneren Drehbuch entsprechen.Und weil wir ahnen, dass uns im realen Leben alles Mögliche (und Unmögliches obendrein) passieren kann, lassen wir es so oft bei der Vorstellung. Wir erzählen dann, was wir nicht alles täten, wenn wir endlich...einen passenden Partner, genug Zeit, Geld etc. hätten (weitere Voraussetzungen bitte individuell hinzufügen smiley )

Träume sind schön, aber es mangelt der Sinn in der eigentlichen Bedeutung des Wortes, denn wir werden es nicht mit allen Sinnen erfahren, wie die Luft am Urlaubsort duftet, wie der erste Kuss schmeckt, wie toll sich der Chefsessel anfühlt oder wie der Motor vibriert. In der Vorstellung gibt es keine Sinne – nur Ideen.

Ich bin Autorin, ich sprudle zumeist über vor Ideen und Fantasie und ich liebe es, dass ich schreibend alles sein und tun kann, was mir durch den Kopf geht und ich werde das auch immer genießen. Aber es sind eben nur Ideen, sie bereichern mein Leben, aber sie können es nie ersetzen.
Das ist einer der Gründe, wieso ich gerne Fantasy oder Thriller lese, denn ich meide Serienkiller sowie feuerspeiende Drachen im realen Leben. Liebesromane dagegen langweilen mich zumeist, da ich weiß, dass die Liebe real viel schöner und hässlicher als in Büchern ist.

Die wichtigen Dinge sollte man im echten Leben umsetzen (es sei denn, sie sind gefährlich oder illegal). Wobei in der Realität fast gar nichts ungefährlich ist. Vielleicht ist das ja der Kick an der ganzen Erfindung namens Leben?

Wer anfängt seine Träume real umzusetzen, sieht sie vielleicht auch platzen. In der Realität raubt der Chefsessel die Freizeit, hat das Traumauto seine Macken, das Haus ist renovierungsbedürftig und der tolle Mann schaut ständig anderes Frauen nach.
Das ist der Moment, an dem wir oft beschließen, dass wir nicht mehr träumen wollen, wir wollen keine Sehnsucht mehr in uns spüren. Und erst recht wollen wir nicht mehr losgehen und es erneut versuchen. Wir haben Angst uns die Hände schmutzig zu machen, auf die Nase zu fallen oder Schmerz zu spüren.

Aber wenn wir schon als kleine Kinder so mutlos und feige gewesen wären, hätten wir nie Laufen und Sprechen gelernt. Um Laufen zu können, fällt man tausend Mal auf den Hintern und ich stolpere sogar heute noch an manchen Tagen über meine Füße.
Der Unterschied ist, dass Kinder den Schmerz vergessen sobald sie ein neues Ziel entdecken. Wir Erwachsenen leider nicht.

Es gibt einen guten Grund dafür, trotz aller Blessuren des Lebens, weiterhin seine Träume der Realität auszusetzen: Manchmal gibt es Träume, die kann man gar nicht so schön träumen, wie sie in der Realität dann sind. Und für die lohnt es!

Also seid mutig, geht los und lebt Eure Träume.









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